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Dienstag, 2. August 2016

Knut, das Zwergenmodell

Er möchte sich persönlich vorstellen ... Knut, der Zwerg, der mir beim Zeichnen Modell steht:


Hallo, liebe Blogleser und -leserinnen,
mein Name ist Knut. Knut aus Nissedal in Norwegen. Daher ist mein vollständiger Name Knut Nissedal. Nissedal ist eine Gemeinde in der Telemark. Zwergental würdet Ihr es in Eurer Sprache nennen. Dort lebte ich in einem Holzhaus, das in Vrådal steht. Mir ging es gut dort mit den vielen anderen Zwergen, Wichteln, Trollen und Tieren. Dann aber, eines Tages, kam die Bloginhaberin in die obere Etage unseres Hauses und fand mich so knuffig, dass ich mit ihr nach Deutschland fahren durfte. Ich gebe zu, ich habe sie ganz schön angeflirtet. Seitdem erfülle ich bei ihr diverse Aufgaben. Derzeit ist es das Modellstehen für ihre Märchenillustrationen. Auf dem Foto seht Ihr mich noch bei einer anderen Aufgabe. Ich trage einen Erinnerungszettel. Die Bloginhaberin hat noch zwei weitere Wichtel eingestellt und mit ihnen ein Buch geschrieben. Das liegt derzeit beim Buchbinder. Seine Öffnungszeiten habe ich auf dem Zettel stehen. Wenn dann in dieser Woche das Telefon geht, dass das Buch fertig ist ... uiiii jaaaaaa! Dann können wir es abholen. Montags bis freitags von 18 bis 12 Uhr!

Montag, 1. August 2016

Märchenillustration

Lang ist's her ...

bereits 1990 schrieb ich das Märchen "Die Zaubertapete". Das Manuskript schickte ich vor etwa einem Monat an einen kleinen Verlag. Es wurde angenommen, es gefiel und sollte gedruckt werden. Allerdings hatte ich nicht gewusst, dass ich an einen Zuschusskostenverlag geraten war, bei dem man die Druckkosten selbst bezahlen muss. Und da der Betrag im vierstelligen Bereich lag, wird es nicht zu einem Vertrag kommen. Das ist mir für mein Märchenprojekt zu teuer. Ich werde nach anderen Lösungen suchen. Im Oktober will ich zur Frankfurter Buchmesse fahren und mich dort mal umschauen.

Bis dahin habe ich mir vorgenommen, das Märchen zu illustrieren. Heute habe ich den Zwerg gezeichnet, der bei der Mittsommernachtsfeier aus dem Feuer springt und die weiße Tapetenrolle überreicht. Das Feuer fehlt noch ...

Der Zwerg (Nisse) heißt Knut Nissedal, denn dort war sein Zuhause, bevor er mit mir nach Deutschland kam. Als Modell leistet er mir gute Dienste. Auf der Zeichnung trägte er die weiße Rolle, die natürlich im Verhältnis zu seiner Körpergröße viel zu groß ist.
 


Wenn ich das Feuer gezeichnet habe, das in den Hintergrund kommt, gehe ich auf die Suche nach einem Jungen im Grundschulalter, dem der Zwerg im Bett etwas ins Ohr flüstert. Ob ich mal unseren Nachbarjungen frage? Er ist sieben Jahre alt.

Freitag, 29. Juli 2016

Mal wieder ein bisschen gezeichnet

Ein Sonntagnachmittag auf der Terrasse. Mich überfiel die Lust, mal wieder meine Zeichenstifte in die Hand zu nehmen. Mal sehen, dachte ich, was dabei herauskommt ...

Martina Wald schrieb in ihrem Newsletter (Zitat):

Das Unvorhersehbare beim Zeichnen zulassen 

Ich mag verschmierte Zeichnungen.
Ich mag es, wenn ich beim Zeichnen mit einem weichen Bleistift mit der Handkante die Linien verwische, und sich auf dem weißen Papier um das Gezeichnete herum, graue Wolken aus Graphit ausbreiten.


Mir scheint, als würde das Blatt dadurch auf eine geheimnisvolle Art zum Leben erweckt.

und an anderer Stelle:

"Richtig gut zeichnen kann man nur, wenn man bereit ist,
bei jeder Gelegenheit richtig schlecht zu zeichnen."

Na denn ... bin ich ja auf dem besten Wege ... ich setzte mich einfach hin und fing an. Zeichnete, was ich sah ... schmierte über das Objekt hinaus ... störte mich nicht dran. 

Kirschbaum im Hintergrund mit Stuhl darunter und Pineal Gland (Zirbelkieferzapfen) vor mir auf der Terrasse ...



Mehr zeichnen ...
möchte ich ...
neben
Schreiben,
Stricken,
Gartengestaltung, 
Marmelade kochen,
Lesen,
...

Gestern Abend bin ich in mein nagelneues Kelleratelier gegangen. Endlich nach Herzenslust mit Farben malen! Keine Rücksicht mehr auf einen hellen Teppichboden nehmen müssen. Ein Traum!
Mein nächster Blogeintrag wird davon handeln ...

Samstag, 28. Mai 2016

Kleine Idee mit erhoffter großer Wirkung

Neulich war an einer bekannten deutschen Fernsehzeitung, die wir oft kaufen, von außen ein Bogen mit Tieraufklebern angeheftet. Früher habe ich (als GS-Lehrerin) die Aufkleber oft in der Schule verwendet, um erreichte Ziele zu würdigen: Wenn du x Aufgaben bearbeitet hast, gibt es einen Aufkleber.

Inzwischen halte ich nicht mehr viel von dieser Art der Motivation. Sie hat mit der Sache nichts, nein, absolut gar nichts zu tun.

Dennoch kann man diese Aufkleber mit Kindern gemeinsam verwenden. Für ein kleines pädagogisches Projekt, das von winzig zu groß verläuft.
Ein geniales Medium, um mit Kindern das Zeichnen, das Malen zu praktizieren.

Gestern Nachmittag saß ich gemütlich mit einer Tasse Tee auf der Terrasse, holte mir einen Zeichenblock, Buntstifte, einen Bleistift und einen Radierer dazu.

Nun ging es los ...

ich suchte mir einen Aufkleber aus. Die Wahl fiel auf das Küken. Der Aufkleber wurde auf das Zeichenpapier geklebt. Unten rechts ... eine ungute Entscheidung, wie sich später erst herausstellte.

Nun zeichnete ich das Küken vom Aufkleber groß auf das Papier. Zuerst die angedeuteten Umrisse ganz fein mit Bleistift. Auch Schattierungen legte ich an. Dann begann ich mit dem Kolorieren.

So habe ich noch nie gezeichnet. Ich ging locker ans Werk ... schaute mir selbst bei dem Vorgang (von innen) zu, spürte meine Widerstände, meine Kritik, die ich zum Schweigen brachte, indem ich einfach nur noch SCHAUte und HANDelte. 

SCHAU und HAND liefen immer mehr synchron.

Aber etwas störte mich. Was war es bloß?

Plötzlich wurde mir bewusst, dass da etwas war, was meine fließende Wahrnehmung störte: Meine eigene zeichnende Hand! Der Aufkleber verschwand hinter ihr - ich konnte ihn nicht anSCHAUen!

Da war das Bild aber schon fast fertig.

Zum Schluss klebte ich den Aufkleber an die Stelle, an die er beim nächsten Mal kommt - oben links, denn ich bin Rechtshänderin. Wieder etwas dazugelernt!

Mit unserem 6-jährigen Nachbarsjungen habe ich schon Kontakt aufgenommen ...

"Malst du gern?" - "Ja, wieso?" - "Ich habe da eine tolle Idee ..."

Wenn ich die mit ihm verwirkliche, bekommt der Junge übrigens anschließend einen Aufkleber. Wie - was - das hielt ich doch für hohl, für eine rein extrinsische Motivation. Aber nein! Dieses Mal ist mit dem Aufkleber selbst ja ein Lernprozess verknüpft, der Spaß macht! 




Und bei fortgesetztem Üben wird er seine eigenen Lernfortschritte mit Staunen verfolgen ...

Das finde ich sehr spannend!

Freitag, 1. April 2016

Bild gerahmt

Meine Zeichnung "KantenPROFIle" habe ich inzwischen rahmen lassen. Für die Verbindung zwischen dem gelben Eisenprofil und dem gelben Wandhintergrund habe ich ein inneres Passepartout in Gelb anfertigen lassen, das unter dem weißen hervorschaut:







Donnerstag, 31. März 2016

Faun im Wurzelwerk

Nun versteckt er sich nicht mehr, der Faun im Wurzelwerk. Er schläft selig und völlig entspannt und hat nicht einmal bemerkt, dass ich ihn aufgespürt habe. Er hat es ja auch schön gemütlich am Fuße der alten Kamineiche. Bald ist sein Heim fertiggestellt.
Wenn ich bedenke, dass ich das Papier nach meinen ersten Versuchen, die Wurzel zu malen, frustriert zerreißen wollte, dann aber doch erst eine Nacht drüber schlief ... wie gut, dass ich es auf der Staffelei hängen ließ!

Gute Nacht für heute,
lieber Kaminbaumfaun!

Wir klicken dich jetzt ganz vorsichtig an
und beobachten scrollend,
wie du dich nach und nach zeigst:






Auf jeden Fall ist zu erkennen, dass es ihm gut geht.
Möge es noch lange so bleiben,
mögen vor allem die ignoranten Feuerteufel,
die schon im Urwald wüteten,
ihm fern bleiben.

Dienstag, 29. März 2016

Es reicht für heute!

Zum Durchscrollen das oberste (aktuellste) Bild anklicken!






Dieses Zeichenprojekt empfinde ich als sehr anstrengend. Man muss ja gleichzeitig die groben Formen zu Papier bringen, jedenfalls so, dass man ihre Räumlichkeit erkennt und zugleich auch deren Oberflächenstruktur. Was habe ich mir da bloß ausgewählt? Konnte es nicht etwas einfacher sein?

Den richtigen Grauwert mit dieser Technik zu treffen, ist auch sehr schwierig. Da muss das Verhältnis von Ölfarbe und Leinöl in der Mischung stimmen. Nimmt man zu viel Leinöl zum Verdünnen der Ölfarbe, dann werden die Farben zu blass, das Öl dringt tief ins Papier, trägt aber kaum Pigmente. Nimmt man zu wenig, bleibt die Ölfarbe zu dick, dann bekommt man keine Stufungen damit hin. Das gelingt zwar durch kräftiges Ausstreichen des Pinsels auf dem Küchenkrepp, doch gibt dann der Pinsel nur noch Flächiges ab, Linien, vor allem scharfe Linien sind damit nicht mehr zu zeichnen. 

Für heute ist es genug, es stellt sich kein Flow mehr ein - ich bin müde.

Wenn ich mir das Werk bis jetzt allerdings auf der Staffelei ansehe, bin ich doch entschlossen weiterzumachen.