Publicon

http://art-reich.blogspot.de/

Samstag, 1. Oktober 2016

Fotokunst von Deutschlands schönster Insel

Am Ellenbogen, dem Strand vor List auf Sylt, kann man beim Wandern an der Wasserkante wunderschöne Steine finden. Wenn man sie nach dem Sammeln zuhause genau anschaut, kann man mit etwas Fantasie viele Gesichter darin erkennen. Ich habe die fotografierten Steine durch ein digitales Fotobearbeitungsprogramm geschickt und so entstanden folgende Bilder:

Inniger Kuss

Der Muffelkopp

Der Neidhammel

Der Kartoffelschmoller

Die Schweinenase

Er hat sich schiefgelacht

Bobby Bello

Grummelgrauer Griesgram

Nicht Fleisch, nicht Fisch

Alt und müde

Schlafratz

Schmollmund oder Gorilla mit Tiefblick

Nochmal alt und müde -
am sonnigen Fenster sitzend

Loriotto

Astronaut - im Weltraum schwebend

Sie war etwas eckig und streng

Gnom des Lichts

Mister Schmerzreich
mit nach außen aufgebrochenem Zahnfleischgeschwür

Götz Alsmann bei seinem allerletzten Zimmer-frei-Spiel:
Eine Erbse zwischen Oberlippe und Nase transportierend
und dabei mit traurigem Blick ein Abschiedslied pfeifend

So sahen einige der Fotos unbearbeitet aus im Vergleich zur bearbeiteten Version:

 

 

 

 

 

 

 

 


Knut hat einen Hintergrund bekommen - es brennt!

Endlich habe ich die Illustration von Knut Nissedal vor brennendem Mittsommernachtsfeuer fertig gezeichnet. 


In der Mittsommernacht des Nordens ist es nicht dunkel und doch musste sich das Feuer vom Hintergrund absetzen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe. Schwarz verkohltes und noch glühendes Holz, hell lodernde Flammen, die passenden Lichtreflexe und die Schatten unter der Rolle - alles musste bedacht werden. Auch Knut musste von rechts heller erscheinen als von links, dazu reflektiert ja auch das weiße Papier auf Bart und Gesicht. 
So habe ich das Bild seitenfüllend (A5) nun in meinen Märchentext eingefügt. 

Dienstag, 2. August 2016

Knut, das Zwergenmodell

Er möchte sich persönlich vorstellen ... Knut, der Zwerg, der mir beim Zeichnen Modell steht:


Hallo, liebe Blogleser und -leserinnen,
mein Name ist Knut. Knut aus Nissedal in Norwegen. Daher ist mein vollständiger Name Knut Nissedal. Nissedal ist eine Gemeinde in der Telemark. Zwergental würdet Ihr es in Eurer Sprache nennen. Dort lebte ich in einem Holzhaus, das in Vrådal steht. Mir ging es gut dort mit den vielen anderen Zwergen, Wichteln, Trollen und Tieren. Dann aber, eines Tages, kam die Bloginhaberin in die obere Etage unseres Hauses und fand mich so knuffig, dass ich mit ihr nach Deutschland fahren durfte. Ich gebe zu, ich habe sie ganz schön angeflirtet. Seitdem erfülle ich bei ihr diverse Aufgaben. Derzeit ist es das Modellstehen für ihre Märchenillustrationen. Auf dem Foto seht Ihr mich noch bei einer anderen Aufgabe. Ich trage einen Erinnerungszettel. Die Bloginhaberin hat noch zwei weitere Wichtel eingestellt und mit ihnen ein Buch geschrieben. Das liegt derzeit beim Buchbinder. Seine Öffnungszeiten habe ich auf dem Zettel stehen. Wenn dann in dieser Woche das Telefon geht, dass das Buch fertig ist ... uiiii jaaaaaa! Dann können wir es abholen. Montags bis freitags von 18 bis 12 Uhr!

Montag, 1. August 2016

Märchenillustration

Lang ist's her ...

bereits 1990 schrieb ich das Märchen "Die Zaubertapete". Das Manuskript schickte ich vor etwa einem Monat an einen kleinen Verlag. Es wurde angenommen, es gefiel und sollte gedruckt werden. Allerdings hatte ich nicht gewusst, dass ich an einen Zuschusskostenverlag geraten war, bei dem man die Druckkosten selbst bezahlen muss. Und da der Betrag im vierstelligen Bereich lag, wird es nicht zu einem Vertrag kommen. Das ist mir für mein Märchenprojekt zu teuer. Ich werde nach anderen Lösungen suchen. Im Oktober will ich zur Frankfurter Buchmesse fahren und mich dort mal umschauen.

Bis dahin habe ich mir vorgenommen, das Märchen zu illustrieren. Heute habe ich den Zwerg gezeichnet, der bei der Mittsommernachtsfeier aus dem Feuer springt und die weiße Tapetenrolle überreicht. Das Feuer fehlt noch ...

Der Zwerg (Nisse) heißt Knut Nissedal, denn dort war sein Zuhause, bevor er mit mir nach Deutschland kam. Als Modell leistet er mir gute Dienste. Auf der Zeichnung trägte er die weiße Rolle, die natürlich im Verhältnis zu seiner Körpergröße viel zu groß ist.
 


Wenn ich das Feuer gezeichnet habe, das in den Hintergrund kommt, gehe ich auf die Suche nach einem Jungen im Grundschulalter, dem der Zwerg im Bett etwas ins Ohr flüstert. Ob ich mal unseren Nachbarjungen frage? Er ist sieben Jahre alt.

Freitag, 29. Juli 2016

Mal wieder ein bisschen gezeichnet

Ein Sonntagnachmittag auf der Terrasse. Mich überfiel die Lust, mal wieder meine Zeichenstifte in die Hand zu nehmen. Mal sehen, dachte ich, was dabei herauskommt ...

Martina Wald schrieb in ihrem Newsletter (Zitat):

Das Unvorhersehbare beim Zeichnen zulassen 

Ich mag verschmierte Zeichnungen.
Ich mag es, wenn ich beim Zeichnen mit einem weichen Bleistift mit der Handkante die Linien verwische, und sich auf dem weißen Papier um das Gezeichnete herum, graue Wolken aus Graphit ausbreiten.


Mir scheint, als würde das Blatt dadurch auf eine geheimnisvolle Art zum Leben erweckt.

und an anderer Stelle:

"Richtig gut zeichnen kann man nur, wenn man bereit ist,
bei jeder Gelegenheit richtig schlecht zu zeichnen."

Na denn ... bin ich ja auf dem besten Wege ... ich setzte mich einfach hin und fing an. Zeichnete, was ich sah ... schmierte über das Objekt hinaus ... störte mich nicht dran. 

Kirschbaum im Hintergrund mit Stuhl darunter und Pineal Gland (Zirbelkieferzapfen) vor mir auf der Terrasse ...



Mehr zeichnen ...
möchte ich ...
neben
Schreiben,
Stricken,
Gartengestaltung, 
Marmelade kochen,
Lesen,
...

Gestern Abend bin ich in mein nagelneues Kelleratelier gegangen. Endlich nach Herzenslust mit Farben malen! Keine Rücksicht mehr auf einen hellen Teppichboden nehmen müssen. Ein Traum!
Mein nächster Blogeintrag wird davon handeln ...

Samstag, 28. Mai 2016

Kleine Idee mit erhoffter großer Wirkung

Neulich war an einer bekannten deutschen Fernsehzeitung, die wir oft kaufen, von außen ein Bogen mit Tieraufklebern angeheftet. Früher habe ich (als GS-Lehrerin) die Aufkleber oft in der Schule verwendet, um erreichte Ziele zu würdigen: Wenn du x Aufgaben bearbeitet hast, gibt es einen Aufkleber.

Inzwischen halte ich nicht mehr viel von dieser Art der Motivation. Sie hat mit der Sache nichts, nein, absolut gar nichts zu tun.

Dennoch kann man diese Aufkleber mit Kindern gemeinsam verwenden. Für ein kleines pädagogisches Projekt, das von winzig zu groß verläuft.
Ein geniales Medium, um mit Kindern das Zeichnen, das Malen zu praktizieren.

Gestern Nachmittag saß ich gemütlich mit einer Tasse Tee auf der Terrasse, holte mir einen Zeichenblock, Buntstifte, einen Bleistift und einen Radierer dazu.

Nun ging es los ...

ich suchte mir einen Aufkleber aus. Die Wahl fiel auf das Küken. Der Aufkleber wurde auf das Zeichenpapier geklebt. Unten rechts ... eine ungute Entscheidung, wie sich später erst herausstellte.

Nun zeichnete ich das Küken vom Aufkleber groß auf das Papier. Zuerst die angedeuteten Umrisse ganz fein mit Bleistift. Auch Schattierungen legte ich an. Dann begann ich mit dem Kolorieren.

So habe ich noch nie gezeichnet. Ich ging locker ans Werk ... schaute mir selbst bei dem Vorgang (von innen) zu, spürte meine Widerstände, meine Kritik, die ich zum Schweigen brachte, indem ich einfach nur noch SCHAUte und HANDelte. 

SCHAU und HAND liefen immer mehr synchron.

Aber etwas störte mich. Was war es bloß?

Plötzlich wurde mir bewusst, dass da etwas war, was meine fließende Wahrnehmung störte: Meine eigene zeichnende Hand! Der Aufkleber verschwand hinter ihr - ich konnte ihn nicht anSCHAUen!

Da war das Bild aber schon fast fertig.

Zum Schluss klebte ich den Aufkleber an die Stelle, an die er beim nächsten Mal kommt - oben links, denn ich bin Rechtshänderin. Wieder etwas dazugelernt!

Mit unserem 6-jährigen Nachbarsjungen habe ich schon Kontakt aufgenommen ...

"Malst du gern?" - "Ja, wieso?" - "Ich habe da eine tolle Idee ..."

Wenn ich die mit ihm verwirkliche, bekommt der Junge übrigens anschließend einen Aufkleber. Wie - was - das hielt ich doch für hohl, für eine rein extrinsische Motivation. Aber nein! Dieses Mal ist mit dem Aufkleber selbst ja ein Lernprozess verknüpft, der Spaß macht! 




Und bei fortgesetztem Üben wird er seine eigenen Lernfortschritte mit Staunen verfolgen ...

Das finde ich sehr spannend!

Freitag, 1. April 2016

Bild gerahmt

Meine Zeichnung "KantenPROFIle" habe ich inzwischen rahmen lassen. Für die Verbindung zwischen dem gelben Eisenprofil und dem gelben Wandhintergrund habe ich ein inneres Passepartout in Gelb anfertigen lassen, das unter dem weißen hervorschaut: